Superbowl Special 2015

Autowerbung beim Super-Bowl: Kias Werbung auf der Überholspur – deutsche Hersteller fahren hinterher

Der Super Bowl ist das wichtigste Sport- und Fernsehereignis in den USA und weltweit. Millionen Zuschauer haben am 01.02.2015 nicht nur das Football- Endspiel Seattle Seahawks vs. New England Patriots sehen, sondern auch die Werbungen, die in den Pausen gezeigt werden. Für einen 30-Sekunden-Spot zahlen Unternehmen die Rekordsumme von 4,5 Millionen US-Dollar. Wir haben uns die vier Auto-Spots genauer angeschaut und deren Wirkung auf das Unterbewusstsein analysiert.

Die vier Super-Bowl-Werbespots im Vergleich:

1. KIA SDMI-Rating: 78

Die Kombination aus Actionszenen und Humor, einem sympathischen Testimonial und einem romantischen Ende setzt in unserem emotionalen Gedächtnis einen starken positiven somatischen Marker. Solche Stempel im Unterbewusstsein strahlen dann auf die aktuellen und zukünftigen Entscheidungen, eben auch auf Kaufentscheidungen, aus.



2. LEXUS SDMI-Rating: 56

LEXUS gelingt mit seinem Spot ein ähnlich starker emotionaler Effekt. Die kraftvollen Bilder und ein beeindruckender Sound wirken wild, modern und erotisch. Negativ schlägt allerdings die bedrohliche Tiefgaragenatmosphäre zu Buche. Bei Actionszenen besteht immer die Gefahr, zu überziehen und im Unterbewusstsein Fluchtreflexe auszulösen.



3. BMW SDMI-Rating: -10

BMW wirbt für den i3 mit Katie Couric und Bryant Gumbel und stellt deren Unwissenheit als Einleitung eines großen Wandels in den Vordergrund. Allerdings vergehen 25 Sekunden des Spots ohne Bezug zum Produkt. Ergebnis: Die negative Emotion aus der Unwissenheit der Testimonials überträgt sich auf die Marke.



4. Mercedes-Benz SDMI-Rating: -15

Wenig gelungen ist auch der Versuch von Mercedes-Benz, den Amerikanern den neuen AMG GT mit einer Geschichte aus der Welt der Gebrüder Grimm vorzustellen. „Das rasante Wettrennen zwischen einem arroganten Hasen und einer schlauen Schildkröte verfehlt das Ziel, die Marke mit positiven Emotionen im Unterbewusstsein zu verknüpfen. Stattdessen überträgt sich der Widerwille gegen das überhebliche Verhalten des Hasen auf das Produkt. Die rasante Schlussszene, bei der der unterlegene Hase fast noch vom heranrasenden Auto überfahren wird, lässt beim Zuschauer den Adrenalinspiegel steigen und löst Fluchtreflexe aus.





Ein SDMI-Rating reicht von -100 – sehr verkaufshemmend bis +100 – sehr verkaufsfördernd. Der SDMI© basiert auf fünf Indizes, die jeweils einen für das Unterbewusstsein maßgeblichen Beitrag zur Entscheidung abbilden: Emotion, (gehirngerechter) Nutzen, hormonelle Wirkung, Erinnerungswert und Impulsintensität. Gemessen wird mittels einer Kombination aus impliziten Assoziationstests (IAT), softwaregestützten Analysen und Experteneinschätzung.




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Die drei Schokoladen-Spots mit den besten Ergebnissen sind:

  1. Ferrero – Rocher: SDMI-Rating: 64
  2. Stork – Merci Weihnachten Teil 1: SDMI-Rating: 55
  3. Lindt – Lindt Weihnachtsgrüße Teil 4: SDMI-Rating: 48
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